Traditionsverein kennt keine Nachwuchssorgen

Schwäbischer Albverein Großes Treffen beim Wandertag des Nordostalb-Gaus in Lauchheim. Teilnehmer ließen sich von den fünf angebotenen Rundwanderungen begeistern.

Doris Weber

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Nach dem Einzug der Wimpelträger in die Alamannenhalle.

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Auf Pirsch ging es bei der Jugend- und Familienwanderung mit Carola Barthelmann-Dier (links hinten) und Jägerin Anne Waizmann.

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Bügermeisterin Andrea Schnele (3.v.l.) fand den Gauwandertag in Lauchheim einfach toll. Sportlich waren die 14 Kilometer hinauf aufs Härtsfeld mit Wanderführerin Renate Sterz (2. v. l.) Fotos: we

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Lauchheim

Genau 125 Jahre und immer noch fit auf den Beinen. Die Ortsgruppe Lauchheim des Schwäbischen Albvereins erwies sich in ihrem Jubiläumsjahr beim Gauwandertag als toller Gastgeber.

Rund 250 Teilnehmer nutzten den goldenen Oktobersonntag, um rund um das Städtle Lauchheim und immer mit Blick Richtung Kapfenburg die schöne Umgebung zu erkunden und die Natur zu erleben.

Die Sonne stand noch tief im Osten, als frühmorgens um 8 Uhr die ersten Wanderer zum zweiten Frühstück am Startpunkt vor der Alamannenhalle in Lauchheim eintrafen. Welche von den fünf angebotenen Rundwanderungen am besten angenommen wurde, sollte sich sehr bald schon herausstellen. Pünktlich um neun ging es los.

Vorneweg mit etwas flotterem Tempo die Gruppe um Renate Sterz. Die nämlich hatte mit 14 Kilometern die weiteste Strecke über die Kapfenburg und das vordere Härtsfeld zu bewältigen und mit Bürgermeisterin Andrea Schnele die prominenteste Teilnehmerin im Feld.

Ob nun die moderateren 8,3 Kilometer, die sagenumwobene Burgruine Gromberg oder gar die tolle Aussicht eine Rolle spielten – Wanderführer Wolfgang Pösselt hatte auf seiner Tour jedenfalls die größte Gruppe. Kulturbegeisterte konnten sich dagegen mit Heinz Hubel und Rüdiger Backes zu einer Schlossführung mit Peter Preissler in Richtung Kapfenburg aufmachen oder sich von Alt-Bürgermeister Werner Kowarsch das Städtchen Lauchheim mit seinen Sehenswürdigkeiten zeigen lassen.

Auf die Pirsch begaben sich zahlreiche Familien. Während die Kinder mit dem Familienteam um Carola Barthelmann-Dier und Jägerin Anne Waizmann im Wald entschwanden, konnten die Erwachsenen von der Wildschützhütte den Blick über Lauchheim und zu Schloss Kapfenburg genießen.

Zurück in Lauchheim wurden die mitgebrachten Eicheln, Bucheckern und Blätter aber erst mal für das spätere Bastelangebot verstaut. In der Turn- und Festhalle gab es nämlich Mittagessen und Unterhaltungsmusik durch die Stadtkapelle.

Wohl die beeindruckendste Szene des nachfolgenden Programms war der Einzug der vielen Wimpelträger. Das gemeinsame Lied „Wir wandern heut ins Schwabenland“ unter den Klängen der Musikgruppe „Alter Hut“ passte und es gab großen Beifall.

31 Ortsgruppen zählt der Nordostalb-Gau des Schwäbischen Albvereins. 25 waren in Lauchheim mit dabei. Sie alle bekamen vom Gauvorsitzenden Gerhard Vaas die grün-weiß gestreiften Wimpelbänder mit der Aufschrift „125 Jahre Ortsgruppe Lauchheim-Kapfenburg“.

Deren Vertrauensmann Rüdiger Backes blickte voller Stolz zurück und sprach von einem Wandel, den seine Ortsgruppe vollzogen habe. Waren es vor 15 Jahren in Lauchheim noch 150 Mitglieder, sind es heute bereits 230.

„Wir stolpern nicht nur durch die Landschaft – wir erfahren Wissenswertes“, sagte Backes. So gebe es inzwischen eine „2 in 1“-Genusswanderung oder eine „Indian Summer“-Tour durch die Weinberge.

Lob gab es von Bürgermeisterin Andrea Schnele: „Der Schwäbische Albverein ist ein Juwel in Lauchheim“, sagte sie. Auch der Vizepräsident des Nordostalb-Gaus, Hansjörg Schönherr, und Landrat Klaus Pavel überbrachten Glückwünsche, bevor es am Ende um die Verleihung des Wanderpokals ging. Diesen bekam die Ortsgruppe Aalen-Waldhausen als teilnehmerstärkste Gruppe mit 36 Wanderern. Weiter wurden mit 24 Teilnehmern Plüderhausen und mit 21 Wanderern Bopfingen ausgezeichnet. Als größte Familiengruppe mit insgesamt 20 teilnehmenden Kindern und Erwachsenen erhielt die Ortsgruppe Lauchheim einen Preis. Zwischen den Beiträgen sorgten Vorführungen des Sportvereins und ein humoristisch-schwäbischer Beitrag von Walter Fisel für einen kurzweiligen Nachmittag.

© Schwäbische Post 14.10.2018 20:23


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